Sachverständige, DIN EN 1504

Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren mit der die sonst für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung sichtbar gemacht wird. Dabei wird die unterschiedliche objektspezifische Wärmeabstrahlung in Form von elektromagnetischen Wellen ausgenutzt, um das Wärmebild zu erzeugen.

Aus den Oberflächentemperaturen werden Informationen über die Baukonstruktion und deren energetische und bauphysikalische Qualität gewonnen. Insbesondere thermische Schwachstellen wie:

  • Wärmebrücken
  • Luft-Leckagen und
  • Durchfeuchtungen

können mithilfe der Thermografie gefunden und dokumentiert werden.

In der Regel werden Thermogramme von beheizten Gebäuden wie folgt interpretiert:

Aussenthermogramme

Helle Farben – weisen auf warme Flächen hin (schlecht)

Dunkle Farben – weisen auf kalte Flächen hin (gut)

Innenthermogramme

Helle Farben – weisen auf warme Flächen hin (gut)

Dunkle Farben – weisen auf kalte Flächen hin (schlecht)

Diese Aussagen sind zwar grundsätzlich richtig, aber müssen je nach den vorgegebenen Umgebungsvariablen differenziert betrachtet werden.

Thermografie Foto-Aufnahmen werden (leider) häufig fehlinterpretiert.
Nicht jede Farbabweichung stellt gleich einen Mangel dar, nicht jede Wärmebrücke kann vermieden werden! 
Theorie und Praxis stimmen nicht immer überein.

Als Bausachverständige werten wir die Fotos aus – unter Berücksichtigung der Bauphysik.

Beispiel Thermografie 1
Beispiel Thermografie 2
Beispiel Thermografie 3
Beispiel Thermografie 4
Beispiel Thermografie 4