
Toleranzen im Hochbau : DIN 18 202
DIN 18 202: 2005-10 DIN 18 202: 1997-04 (ALT)
„Ebenheitsabweichung“ „Ebenheitstoleranz“
„Winkelabweichung“ „Winkeltoleranz“
Grenzwerte für Ebenheitsabweichungen |
Spalte |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
Zeile |
Bezug |
Stichmaße als Grenzwerte in mm bei Messpunktabständen in m bis |
||||
|
|
0,1 |
11) |
41) |
101) |
151) |
1 |
Nichtflächenfertige Oberseiten von Decken, Unterbeton und Unterböden |
10 |
15 |
20 |
25 |
30 |
2 |
Nichtflächenfertige Oberseiten von Decken, Unterbeton und Unterböden mit erhöhten Anforderungen, z. B. zur Aufnahme von schwimmenden Estrichen, Industrieböden, Fliesen- und Plattenbelägen, Verbundstrichen |
5 |
8 |
12 |
15 |
20 |
3 |
Flächenfertige Böden, z. B. Estriche als Nutzestriche, |
2 |
4 |
10 |
12 |
15 |
4 |
Flächenfertige Böden mit erhöhten Anforderungen, |
1 |
3 |
9 |
12 |
15 |
5 |
Nichtflächenfertige Wände und Unterseiten von Rohdecken |
5 |
10 |
15 |
25 |
30 |
6 |
Flächenfertige Wände und Unterseiten von Decken, |
3 |
5 |
10 |
20 |
25 |
7 |
Wie Zeile 6, jedoch mit erhöhten Anforderungen |
2 |
3 |
8 |
15 |
20 |
„Eine Ebenheitsabweichung ist eine IST-Abweichung einer Fläche von einer Ebene, angegeben als Stichmaß, bezogen auf einen Messpunktabstand.“
Grenzwerte für Winkelabweichungen |
Spalte |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
Zeile |
Bezug |
Stichmaße als Grenzwerte in mm bei Nennmaßen in m |
||||||
|
|
bis |
0,5 bis 1 |
von 1 bis 3 |
über 3 bis 6 |
über 6 bis 15 |
über 15 bis 30 |
über 30 |
1 |
Vertikale, horizontale und geneigte Flächen |
3 |
6 |
8 |
12 |
16 |
20 |
30 |
„Eine Winkelabweichung ist die Differenz zwischen IST- und Nennwinkel, angegeben als Stichmaß, bezogen auf ein Nennmaß.“
„Das Stichmaß ist der Abstand eines Punktes von einer Bezugslinie, als Hilfsmittel zur Ermittlung der Winkel- oder Ebenheitsabweichung“
„Die Maßtoleranz ist die Differenz zwischen Höchstmaß und Mindestmaß“
Die DIN 18202 „Toleranzen im Hochbau“ ist allein verbindlich für die Beurteilung von Niveaudifferenzen für alle Gewerke und setzt voraus, dass eine zweifelsfreie Leistungsbeschreibung zugrunde liegt.
Zweifelsfrei besagt, dass entweder über den Hinweis auf die jeweilige Genauigkeitsklasse - in Form der Zeilenangabe - oder unter Angabe der Nachfolgegewerkeforderung eine eindeutige (VOB/A § 9.1) Aussage bezüglich der geforderten und praktisch ausführbaren Ebenflächigkeit gemacht werden.
Nach der DIN 18202, Abs. 6.1, ist das Einhalten von Toleranzen nur zu prüfen, wenn es erforderlich ist. Eine stichprobenartige Ebenheitsprüfung reicht demzufolge aus.